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Die Klagesüchtigen Jean Racine |
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Über das Stück "Die Klagesüchtigen" ist die einzige Komödie des als Tragödiendichter bekannten Autors Jean Racine. Das Stück beschäftigt sich mit einem gesellschaftlichen Trend des 17. Jahrhunderts; nämlich Streitigkeiten noch so kleinen Ausmaßes gerichtlich zu lösen. Gleichzeitig wäre die schneidende Ironie vielleicht weniger deutlich ausgefallen, hätte Racine nicht selbst gerade einen lanwierigen Prozess verloren. Nicht zuletzt strebte der Autor danach, sich mit einer Komödie gegenüber Corneille und Molière zu porfilieren und seine Fähigkeiten als Komödiendichter unter Beweis zu stellen. All diese Motivationen fügen sich in "Die Klagesüchtigen" zu dem übermütigen Witz des turbulenten Stückes zusammen. Zusammenfassung Der Richter Dandin ist derart besessen von der Aufgabe, Recht zu sprechen, dass er weder auf sich selbst, noch auf seine Mitmenschen Rücksicht nimmt. Sein Sohn Leander sieht keine andere Möglichkeit, als ihn zu seinem eigenen Schutz in seinem Haus einzusperren. Während sein Vater keine Versuch unterlässt zu fliehen, versucht Leander durch eine List die Heirat mit der schönen Isabelle zu ermöglichen. Deren Vater Chicaneur ist seinerseits jedoch ein leidenschaftlicher Ankläger, der wegen jeder Kleinigkeit vor Gericht zieht. Als er zusammen mit der Gräfin vergeblich vor dem Gerichtsgebäude auf Dandin wartet, gerät er mit der ebenfalls klagesüchtigen Dame in Streit. Leander und sein Helfer, der Sekretär, nutzen diesen Zwist als Vorwand, um den aufgebrachten Chicaneur einen Heiratsvertrag für die Eheschließung zwischen Leander und Isabelle unterschreiben zu lassen. Das Stück erreicht seinen Höhepunkt in einem absurden Prozess, den Leander seinen Vater zur Beruhigung führen lässt: Bei dem Anfeklagten handelt es sich um den Haushund, der ein Huhn gefressen hat - er wird rechtskräftig verurteilt. Schlussendlich wird der Heiratsvertrag der beiden Liebenden als rechtsgültig erklärt.
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Stand: 01.11.2006 |